Rückblick und Vorausschau bei der Richard Köstner AG

Zu Beginn eines neuen Jahres lohnt sich der Blick zurück und, noch wichtiger, nach vorne, um bestehende Ziele zu überprüfen und neue zu stecken. Auch die Firmengruppe Köstner mit Hauptsitz in Neustadt/Aisch hegt diese Gepflogenheit.

 

Im Zusammenhang mit Unternehmensinformationen interessieren sich wohl die meisten Menschen zunächst für Zahlen. Bei den Jahresumsätzen verweist die Köstner-Geschäftsleitung auf das hohe Niveau, das dank starken Wachstums in den Vorjahren erreicht wurde. Dieses konnte das mittelfränkische Familienunternehmen im Jahr 2019 halten und begründet es mit der anhaltend guten Konjunktur innerhalb der Baubranche. Dementsprechend sorgten die Kunden aus diesem Segment für den Löwenanteil der Umsätze.

Etwas rückläufig entwickelte sich dagegen die Anzahl der Beschäftigten. Nach 501 Mitarbeitern zum Jahresende 2018 reduzierte sich dieser Wert zwölf Monate später auf 485. Gründe dafür liegen, neben der natürlichen Fluktuation, in Konsolidierungsmaßnahmen, die die Firmengruppe schlanker und leistungsfähiger machen. So wurde das defizitäre Schweizer Tochterunternehmen verkauft, das kleine Verkaufslager in Nürnberg geschlossen und das Sanitärlager mit Bäderausstellung in Schweinfurt durch ein Verkaufsbüro ersetzt. Bei der Standortschließung in Nürnberg ging dies ohne Entlassungen vonstatten, bei den beiden anderen Niederlassungen konnten sozialverträgliche Lösungen gefunden werden, wie Vorstand Dr. Norbert Teltschik erläutert.

Im vergangenen Jahr standen einige wichtige Themen auf der Agenda. Vor allem das zu Jahresanfang eingeführte neue ERP-System beanspruchte die personellen Kapazitäten über das gesamte Jahr sehr stark. Diese Umstellung der EDV ermöglicht es der Firmengruppe, die Abläufe weiter zu digitalisieren, zu optimieren und für die Zukunft wettbewerbsfähig zu machen. Norbert Teltschik ist "froh und stolz darauf, dass wir es 2019 geschafft haben, trotz der außerordentlichen Herausforderungen erfolgreich zu sein und das Unternehmen für die Zukunft zu rüsten.“

Herausforderungen und Trauerarbeit

Bekanntlich legt Köstner einen Schwerpunkt seiner Firmenpolitik auf eine nachhaltige Personalarbeit. Angefangen vom Ausbildungskonzept mit der innovativen Power-Azubi-Schmiede bis zum betrieblichen Gesundheitsmanagement investiert die Geschäftsleitung viel Zeit, Mühe und auch Herzblut in seine wichtigste Ressource, die Mitarbeiter. Norbert Teltschik freut sich, dass das diesbezügliche Angebot durch die Mitarbeiter sehr gut angenommen wird. „2019 konnten wir gegenüber dem Vorjahr mehr Kurse wie z.B. Nordic Walking und den Rücken-Check anbieten."

Im Gegensatz zu den Zukunftsprojekten gab es 2019 auch Trauerarbeit zu bewältigen. Innerhalb eines Vierteljahres gab es drei Todesfälle zu beklagen. Darunter der Seniorchef Rudolf Teltschik, der bis kurz vor seinem Tod noch im Aufsichtsrat tätig war. Dessen Platz übernahm Jan Gerd Borgmann, ein erfahrener Unternehmer aus der Branche. Zudem trauerte die Köstner-Familie um den Controller und Verwaltungsleiter sowie einen Mitarbeiter aus der Gartenwerkstatt. In einem Familienbetrieb mit persönlichem Umgang, wie ihn Köstner seit über 80 Jahren pflegt, gehen solche Verluste menschlich besonders nahe.

Das gute Betriebsklima spiegelt sich in gemeinsamen Aktivitäten wie Abteilungsausflügen, Grillfesten und Weihnachtsfeiern wider. Auch Ehrungen für langjährige Betriebszugehörigkeit standen wieder an. Dabei wurden 29 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für 10 bis 49 Jahre bei Köstner geehrt. Insgesamt kamen so 624 Jahre Jubeljahre zusammen.

Ziele für 2020

Im laufenden Jahr will Köstner die Zukunftsprojekte weiterführen. In diesem Zug wird das zu Jahresanfang eingeführte ERP-System kontinuierlich weiter optimiert.  Davon versprechen sich die Verantwortlichen weiterhin Verbesserungen bei Qualität und Produktivität. Beim Umsatz wird ein leichtes Wachstum erwartet.

Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements erwarten die Belegschaft noch mehr Angebote als bisher. Auch in der Führung und der Personalarbeit will sich Köstner stetig weiter verbessern. Ein besonderes Augenmerk legt der Vorstand 2020 auf das Thema Nachhaltigkeit. Im ersten Schritt wurde dieses in die Unternehmensleitsätze aufgenommen. In den nächsten Monaten soll ein neues Projekt weiter dazu beitragen, das Thema stärker in den Köpfen und im täglichen Handeln zu verankern.