Die Unternehmen am Laufen gehalten

Die Richard Köstner-Gruppe blickt zurück auf das Geschäftsjahr 2021 und gibt einen Ausblick

auf 2022.

Entwicklung der Richard Köstner-Gruppe 2021

Herausforderungen während der Pandemie

Die Herausforderungen sind groß in dieser Zeit. Dies gilt auch für die Richard Köstner-Gruppe mit Hauptsitz in Neustadt an der Aisch. 2021 war ein komplettes Jahr unter Corona-Bedingungen, dazu kamen Lieferengpässe und enorme Preissteigerungen auf dem Materialbeschaffungsmarkt. Dass die Firmengruppe im vergangenen Jahr Umsatzsteigerungen im zweistelligen Bereich verzeichnen konnte, lag aus diesem Grund hauptsächlich am Standbein Stahlhandel. Gleichzeitig stiegen allerdings die Kosten.

Dank der anhaltend guten Baukonjunktur waren alle Sortimente rund um diesen Sektor gefragt, vor allem Bauelemente wie Tore und Türen, Zäune, Bäder, Installationsmaterial und Heizungstechnik. Auch einige größere Bauprojekte - zum Beispiel zwei neue Logistikzentren eines großen Versandhändlers - wurden direkt mit Baustahl und Bauelementen beliefert. Zudem konnte Köstner regionale Bauträger für eine Zusammenarbeit im Sanitärbereich gewinnen.

Auch die Beeinträchtigungen durch die noch immer allgegenwärtige Pandemie musste und muss die Geschäftsleitung um Vorstand Dr. Norbert Teltschik nach wie vor meistern. Wo es möglich ist, wird im Homeoffice gearbeitet, wenngleich die direkte Kommunikation durch die fehlenden persönlichen Kontakte vermisst wird. Trotz der Reduktion des Infektionsrisikos gab es im Betrieb einige Coronafälle.

Update für Unternehmensleitbild

Vor diesem Hintergrund ließ Dr. Teltschik das Unternehmensleitbild überarbeiten und langfristige Periodenziele für sein Unternehmen entwickeln. Das Ergebnis heißt "Zusammen wachsen". "Im Zentrum unseres Unternehmensleitbilds stehen der Sinn und Zweck unserer Arbeit als Produktionsverbindungshandel. Dadurch, dass wir als solcher den Materialfluss zwischen den Herstellern und den verarbeitenden Betrieben sowie der Industrie sicherstellen, halten wir Unternehmen am Laufen“, formuliert der Vorstand die Kernaussage des Leitbildes.
In der Praxis bestätigte sich dies prompt, da Köstner trotz der Materialengpässe die zuverlässige Belieferung der Stammkunden sicherstellte. "Durch eine starke Erhöhung unserer Lagerbestände und Konzentration auf unsere Stammkunden im Vertrieb konnten wir für diese weitestgehend lieferfähig bleiben. So haben wir dazu beigetragen, dass viele Bereiche unserer Wirtschaft trotz Krise und Lockdown weiterhin funktionierten", freut sich Dr. Teltschik und betont, dass "eine solche Lageraufstockung gute Bonität und Liquidität sowie gute Lieferantenbeziehungen gleichermaßen erfordert."

Aus dem betreffenden Kundenkreis kommt viel positives Feedback. "Unter Krisenbedingungen gewinnen traditionelle Werte wie Zuverlässigkeit, Verantwortung und Fairness an Bedeutung", sagt der Köstner-Vorstand, und weiter: "Persönliche Beziehungen und daraus resultierendes Vertrauen werden unersetzlich. Viele unserer Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter kennen uns seit vielen Jahren als zuverlässigen Partner. Sie wissen zu schätzen, dass man sich gerade jetzt auf uns verlassen kann."

Weiterhin tätigte Köstner in zwei Bereichen größere Investitionen, einerseits im Rahmen der Umstrukturierung des Tochterunternehmens MB Stahltechnik in Selb – unter anderem in eine neue Brennschneideanlage – und andererseits in die Digitalisierung der Unternehmensgruppe durch die Anschaffung diverser Software-Systeme und neuer Hardware.

Wachstum bei Umsatz und Mitarbeiterzahl

Auch in die Belegschaft investierte das Unternehmen. Im Lauf des vergangenen Jahres stieg die Mitarbeiterzahl von 541 auf 560, davon 37 Auszubildende. Als Ausgleich für die erhöhte psychische Belastung durch die Pandemie sowie als Dankeschön und Anerkennung für die erbrachten Leistungen unter den erschwerten Bedingungen zahlte Köstner zum Jahresende jedem Mitarbeiter der gesamten Firmengruppe einen weiteren Corona-Bonus.
Unter dem Strich ist man in der Firmengruppe mit dem vergangenen Jahr zufrieden: "Insgesamt sind wir froh und erleichtert, dass wir 2021 trotz der Belastungen gut und erfolgreich bewältigt haben", bilanziert Dr. Teltschik.
Für 2022 rechnet er mit einem leichten Umsatzzuwachs bei gleichbleibender Mitarbeiterzahl. Weiter wird der Sitz der Firmenzentrale in der Karl-Eibl-Straße um- bzw. neu gebaut, dazu entstehen zusätzliche Verkaufs-, Ausstellungs- und Lagerflächen. Nach dem erhofften Ende der Pandemiesituation will die Firma wieder die traditionellen Präsenzveranstaltungen wie Grillfest, Jubilarfeier, Herbstfest u.a. organisieren. Im Stahlzentrum Plauen steht zudem das 20-jährige Jubiläum an.