Ob im Privat- oder Berufsleben: Motivation ist der positive Antrieb, um Ziele zu erreichen. Dazu bieten Fachleute sogar Seminare an, in denen die Teilnehmer Eigenmotivation erlernen können. Allerdings gibt es selbstverständlich auch Umstände sowie Personen, die einen Menschen positiv oder negativ beeinflussen. Diese Kunst beherrschen in der Regel Ausbilder in motivierender Hinsicht. Fünf Auszubildende der Firma Köstner geben interessante Einblicke in ihre Welt der Motivationsförderer und -killer.

Eines ist klar: Motivationsfördernde Maßnahmen empfinden Arbeitnehmer oft sehr subjektiv. Ebenso verhält es sich mit dem Stellenwert. Was für den Einen wichtig erscheint, spielt für den Anderen womöglich nur eine untergeordnete Rolle. Kein Arbeitnehmer würde beispielsweise freiwillig auf Gehalt verzichten. Der Stellenwert genießt im Durchschnitt bei repräsentativen Umfragen allerdings nicht die höchste Priorität. Fünf Auszubildende aus der „Köstner-Schmiede“ äußerten sich aus ihrer subjektiven Warte. In ihren Antworten befanden sich viele Übereinstimmungen, allerdings auch überraschende Unterschiede.

Das Arbeitsklima ist einer der wichtigsten Aspekte, welcher die Auszubildenden im Hinblick auf Motivation umtreibt. Darin sind sich die Befragten einig. Erstens führe ein gutes Arbeitsklima direkt zu Wohlbefinden und einer gesteigerten Arbeitsmoral. Zweitens bestand Einigkeit, dass das Arbeitsklima bei der Firma Köstner „sehr gut“, „sehr familiär“ und „sehr angenehm“ sei. Ein Befragter konnte sich bereits an zwei Standorten in Ottobrunn und Neustadt von netten Kollegen überzeugen. Mit einem guten Arbeitsklima verbinden die Jugendlichen beispielsweise neue Freundschaften, Spaß im Job und gegenseitige Unterstützung im täglichen Miteinander.

Den sogenannten „Montags-Blues“ kennen offensichtlich nur zwei der fünf Befragten. Für die anderen wäre es ein Wochentag wie jeder andere und trage nicht zur schlechten Laune bei. Einigkeit besteht allerdings mit dem Freitag als echtem „Energiespender“. Wenn sich das Wochenende in Reichweite befindet, wirkt es auf das Quintett motivierend. Bei größeren Unterbrechungen wie Urlaub nahmen die Azubis vor allem auf die Phase nach der Auszeit Stellung. Hier wäre eine gewisse Einarbeitungszeit nötig, bis die Routine wieder Einzug hält. Dieser Zeitraum wäre nicht immer einfach und bedarf bisweilen Unterstützung der erfahrenen Belegschaft.

In privaten Ereignissen sehen die Befragten maximal Potenzial für „Motivationskiller“. Drei trennen Privat- von Berufsleben strikt. Zwei äußern konkrete negative Erscheinungen, die sich demotivierend auswirken können. Hierzu zählen „schlechter Schlaf“, „Streitigkeiten“ oder ein „Kater“.

Ein großes Lob zollen alle an der Umfrage Beteiligten der Firma Köstner hinsichtlich „gemeinschaftsfördernder Maßnahmen“. Das Unternehmen biete ein breites Spektrum von Betriebsfeiern, Grill- und Weihnachtsfesten oder Angeboten der Sportgemeinschaft an. In gleichem Maße wäre der Firma die schnelle Einbindung der Auszubildenden ein wichtiges Anliegen. Aus diesem Grund rief sie beispielsweise die „Power-Azubi-Schmiede“ ins Leben.

Völlige Einigkeit besteht bei der Entlohnung. Das Ausbildungsgehalt sei absolut zufriedenstellend. Freiwillige Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld empfinden die Betroffenen als äußerst angenehmes Zubrot, außerdem würden die Verantwortlichen einen gerechten Verteilungsschlüssel anlegen.

Ein unterschiedliches Meinungsbild zeichnen die fünf Befragten beim Punkt „Ausbilder im Betrieb“ sowie „Berufsschule“. Ein Beteiligter nimmt die schulische Betreuung deutlich wichtiger als seinen Ausbilder wahr. Mit diesem sei vor allem die gemeinsame Absprache zum Berichtsheft das Maß der Dinge. Die anderen empfinden die Kombination von externer Schule und interner Betreuung als „sehr leistungsfördernd“. Ein Betroffener zieht sogar einen Quervergleich zu seinem vorherigen Ausbildungsplatz, an dem er diesbezüglich weniger positive Erfahrungen gemacht hat.