Dass wir Menschen aus mehr als nur einem Körper, dem Leben eingehaucht wurde, bestehen, liegt an dem rätselhaften Wesen, das darin wohnt und seine Persönlichkeit erst ausmacht. Was wir Seele nennen, heißt im Griechischen Psyche. Sie bestimmt unsere Gefühlswelt und macht uns einzigartig. Grund genug, einen Blick hinter die Äußerlichkeiten zu werfen!

Laut Wikipedia kann die Psyche als "ein Ort menschlichen Fühlens und Denkens verstanden werden. Sie ist die Summe aller geistigen Eigenschaften und Persönlichkeitsmerkmale eines Menschen." Erwiesenermaßen hängen Physis, also der Körper, und Psyche eng zusammen und beeinflussen sich gegenseitig. Dieses Zusammenspiel nennen wir Psychosomatik. Was sich dabei auf der Seelenebene abspielt, ergründet die Psychologie.

Im Idealzustand befinden sich Körper und Seele im Einklang. Sobald dieses System aus der Balance gerät, zeigen sich die Folgen in beiden Ebenen. Ein geübter Blick kann an der Haltung, am Gang oder am Gesichtsausdruck ablesen, wo der Psyche der Schuh drückt. Psychische Instabilität wirkt sich direkt auf die Motivation aus. Gefühle wie Trauer, Wut und Ohnmacht erzeugen ebenso sichtbare Zeichen wie Freude, Glück und Erregung. Andersherum können wir mit gezielten körperlichen Übungen Einfluss auf diese Gefühle nehmen. Mit Selbstreflexion lassen sich Ursachen ergründen, mit Autosuggestion, Entspannungstechniken, aber auch mit gezielten Gesprächen oder Sportübungen lässt sich die verloren gegangene Balance häufig wieder herstellen.

Je mehr wir uns mit den Hintergründen und Zusammenhängen vertraut machen, desto besser können wir unser Gefühlsleben selbst bestimmen. Dazu ist es wichtig, die eigenen Bedürfnisse, Befindlichkeiten, aber auch Verletzungen zu kennen. Mit diesen Erkenntnissen lässt sich das eigene Leben und Erleben gezielt gestalten. Um herauszufinden, was mir gut tut, muss ich mich mit dem inneren Wohlgefühl vertraut machen und gleichzeitig die mir mitgegebenen Charakterzüge annehmen. Dann kann ich diesen Idealzustand immer wieder anstreben, wenn äußere Einflüsse psychische Erschütterungen erzeugen. Die Akzeptanz der eigenen Schwächen erfordert allerdings Mut und ist das Ergebnis eines wichtigen Reifeprozesses.

Wer seine Psyche wirklich einzuschätzen weiß, kann Über- und Unterforderung vermeiden und seinen Platz finden - im Leben wie auch im Beruf. Dies ermöglicht eine reelle Zielsetzung und das Herbeiführen echter positiver Erlebnisse. Damit lassen sich Selbstvertrauen entwickeln und in der Folge das Lebensumfeld entdecken sowie soziale Beziehungen knüpfen. Letztendlich nennt sich dies Lebensplanung.

Leider spielt uns die eigene Psyche oft genug Streiche, täuscht uns mit Gefühlen, die uns vermeintlich Fehler begehen lassen. Auch besteht die Gefahr, dass die Psyche erkrankt und wir Hilfe von außen benötigen. Dies wird anders als bei körperlichen Verletzungen häufig als Makel erlebt, was den Heilungsprozess zusätzlich erschwert. Umso wichtiger ist es, sich mit dem eigenen Wesen zu beschäftigen, verantwortungsvoll und behutsam mit ihm umzugehen, Stress zu vermeiden und auch Hilfe anzunehmen.

Von unseren Mitarbeitern - jung wie erfahren - erwarten wir, dass sie dies beherzigen. Gerade in unserem Ausbilderteam verfügen wir über Vertrauenspersonen, die hierbei Unterstützung leisten können.